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Mittwoch, 27. April 2016

Passt der Operative Professional zu dir?

Ich lese immer wieder in Foren Beiträge darüber, dass jemand den Operative Professional IHK gemacht hat und damit unzufrieden ist. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Es werden oft folgende Argumente angeführt.
  • Der Operative Professional IHK sei unbekannt und somit wertlos. 
  • Personaler wollen lieber ein Studium statt den Operative Professional IHK.
  • Es wurde versprochen, dass man nach dem OP in 1 bis 2 Semestern einen Bachelor machen kann.
  • Der Operative Professional IHK ist ein Bachelor von der IHK.
  • Der Operative Professional IHK wird im öffentlichen Sektor nicht für die Eingruppierung in die Entgeltgruppe für Akademiker anerkannt.

Ich möchte euch davor bewahren die Operative Professional IHK aus den falschen Beweggründen zu absolvieren und im Nachhinein enttäuscht zu sein. Ich denke es ist wichtig, dass man weiß worauf man sich einlässt und dazu muss man sich die Frage stellen.
 

Ist der Operative Professional IHK die richtige Aufstiegsfortbildung für mich?

Deshalb möchte ich die verschiedenen Punkte für euch beleuchten und euch eine Hilfestellung geben ob der Operative Professional IHK etwas für euch ist. Um sich dem Thema zu nähern, sollte zuerst geschaut werden welche Inhalte beim Operative Professional IHK vermittelt werden.

Dazu schauen wir uns folgenden Artikel von mir an.
Wir stellen dabei fest, dass es folgende Themenfelder gibt die im Operative Professional vermittelt werden.
  • Mitarbeiterführung und Personalmanagement
  • Projektanbahnung
  • Projektorganisation und –durchführung
  • Projektmarketing
Diese Inhalte beziehen sich auf alle Ausprägungen des  Operative Professionals.
  • Geprüfter IT-Entwickler
  • Geprüfter IT-Projektleiter
  • Geprüfter IT-Berater
  • Geprüfter IT-Ökonom
Es ist ersichtlich, dass es bei der Weiterbildung in erster Linie um „Management“ Aufgaben geht. Also um das Planen, Steuern und Durchführen von Projekten sowie der damit verbunden Resourcenplanung die ebenfalls Mitarbeiterführung mit einbezieht.
Die zu erwerbenden Kernkompetenzen, liegen also nicht im Bereich Programmierung, Betriebswirtschaftslehre, Rechnerstrukturen und Betriebssysteme, Datenbanken, etc. sondern im Bereich Projektmanagement, Consulting und Mitarbeiterführung.

Man muss sich nach dieser Erkenntnis also fragen, ist es das was ich in Zukunft tun will? Möchte ich als Projektleiter/Teilprojektleiter oder Consultant arbeiten? Oder möchte ich eher ein Programmierer oder Systemadministrator werden? Wenn die Antwort lautet Programmierer und Systemadministrator, dann wird euch die Weiterbildung fachlich nichts bringen. Sie ist auch bei der Bewerbung auf den nächsten Job, höchstens ein nice to have. Solltet ihr aber vor haben, euch auf Jobs zu bewerben die im Bereich Projektmanagement oder Consulting sind, dann ist der OP eine sinnvolle Weiterbildung die vom Arbeitgeber honoriert werden wird.

Widmen wir uns den Fragen vom Anfang des Textes.

Der Operative Professional IHK sei unbekannt und somit wertlos
Es ist richtig, dass der OP in der Wirtschaft nicht so bekannt ist, wie z.B. ein Bachelor. Korrekt ist aber auch, dass der OP ein anerkannter IHK Abschluss ist der mit ein wenig Erläuterung nach meiner Erfahrung von den Arbeitgebern sehr gut aufgenommen wird. Dazu habe ich zusätzlich zum IHK Zeugnis eine Teilnahmebescheinigung meines Bildungsträgers beigelegt, die verdeutlicht welchen Stundenumfang diese Fortbildung hat.

IT Business Mnager Teilnahmebescheinigung

Personaler wollen lieber ein Studium statt den Operative Professional IHK
Das würde ich so nicht sagen, nur Personaler die pauschal keine Lust haben sich mit dem OP auseinander zu setzen oder der Meinung sind er bringt für diesen Job nichts würde das verlangen.


Es wurde versprochen, dass man nach dem OP in 1 bis 2 Semestern einen Bachelor machen kann
Das ist leider nicht korrekt. Es ist möglich sich Teile des Operative Professionals auf einen Bachelor anrechnen zu lassen. In welchem Umfang die Anrechnung passiert, hängt allerdings von der jeweiligen Universität ab. Realistisch gesehen wird man wahrscheinlich eher 1 bis 2 Semester sparen können im besten Fall


Der Operative Professional IHK ist ein Bachelor von der IHK.
Das ist nicht korrekt, der Operative Professionals ist ein IHK Abschluss auf DQR 6 Niveau, dem Selben Niveau wie ein Bachelor. Es ist aber kein akademischer Abschluss, sondern ein IHK Abschluss. Es soll damit ausgedrückt werden, dass die Qualifikation eines Operative Professionals auf dem Selben Niveau ist wie ein Bachelor. Es ist aber nicht das gleiche.

Der Operative Professional IHK wird im öffentlichen Sektor nicht für die Eingruppierung in die Entgeltgruppe für Akademiker anerkannt.

Soweit ich im Moment informiert bin, stimmt das. Der OP befähigt im öffentlichen Sektor nicht dazu, auf eine Entgeltgruppe für einen Akademiker aufzusteigen.


Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Artikel etwas weiterhelfen. Ich möchte euch zu diesem Thema noch ein paar weitere meiner Artikel ans Herz legen.

Weiterführende Artikel IT Business Manager

Artikel 1 - OP #Blog - Selbststudium oder Bildungsträger
Artikel 2 - OP #Blog - Warum ich OP werden wollte
Artikel 3 - OP #Blog - Was kostet die Weiterbildung
Artikel 4 - OP #Blog - Anerkennung des IT Business Manager
Artikel 5 - OP #Blog - Welche beruflichen Chancen habe ich als OP


Mittwoch, 8. Juli 2015

Welche Inhalte werden beim IT Business Manager (IHK) vermittelt

Diese Frage ist recht einfach zu beantworten. Die Inhalte die der Bildungsträger vermittelt, sind natürlich Grundlage für die Prüfungen bei der IHK. Ein Auszug könnt ihr anbei lesen. Ich war mit den Dozenten und der Art der Vermittlung bei meinem Bildungsträger sehr zufrieden.

Certified IT Business Manager (IHK)
(Geprüfter IT-Projektleiter / Geprüfte IT-Projektleiterin)

Sie leiten selbstständig und eigenverantwortlich einmalige Vorhaben, die gekennzeichnet sind durch spezifische Ziele, zeitliche, finanzielle und personelle Begrenzungen sowie eine projektspezifische Organisation. In diesem Zusammenhang nehmen Sie Mitarbeiterführungsaufgaben wahr.

Sie üben die Aufgaben unter Berücksichtigung von Rechtsvorschriften sowie technischer und betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge und des Qualitätsmanagements aus.

Sie stellen sich dabei auf neue Technologien, wandelnde lokale und globale Marktverhältnisse sowie sich verändernde Methoden des Selbst- und Prozessmanagements flexibel ein und gestalten den technisch-organisatorischen Wandel.

  • Beraten von Kunden und Erstellen von Angeboten
  • Einrichten, Durchführen und Auflösen von Projekten
  • Einführen, Betreuen und Optimieren von Produktionsprozessen
  • Leiten von Projekten, einschließlich Planen des Personaleinsatzes und der Mitarbeiterentwicklung

Zu den Weiterbildungsinhalten gehören unter anderem:

  1. Mitarbeiterführung und Personalmanagement
    1. Personalplanung und -auswahl
    2. Mitarbeiter- und Teamführung
    3. Qualifizierung
    4. Arbeitsrecht
  2. Projektanbahnung
    1. Zielgerichtes Strukturieren und Führen von Beratungsgesprächen
    2. Erkennen und Strukturieren des zusätzlich benötigten Informationsbedarfs hinsichtlich der Kundenaufgabenstellung und Kundenziele
    3. Prüfen der inhaltlichen Konsistenz von Aufgabenstellungen und Zielsetzungen und Entwickeln und Aufzeigen von Alternativen
    4. Strukturieren von Angeboten und Organisation des Angebotsprozesses
    5. Strukturieren von Projektablaufplänen mit Beschreibung und Definition von Meilensteinen
    6. Erkennen und Bewerten von Risiken
    7. Prognostizieren der benötigten Zeitanteile zur Realisierung der definierten Meilensteine, Umsetzen des Zeitgerüstes in einen Kostenrahmen
    8. Beachten der rechtlichen Bestimmungen zur Vertragsgestaltung, insbesondere Gewährleistungspflichten und –rechten und sonstigen Haftungsregelungen
    9. Berücksichtigen der rechtlichen Bestimmungen zum Software- und Datenschutz
  3. Projektorganisation und –durchführung
    1. Festlegen der Aufbau- und Ablauforganisation
    2. Rekrutieren des Projektpersonals
    3. Auswählen der Arbeitsmittel
    4. Festlegen von Standards und Konventionen
    5. Planen der Projektaktivitäten hinsichtlich der Aufwände, Termine und Zeiten, des Personals, der Sach- und Finanzmittel sowie der Qualitätssicherung sowie Fortschreiben der Planung
    6. Beauftragen, Verfolgen und Abnehmen von Arbeitspaketen unter Berücksichtigung von Prioritäten
    7. Wahrnehmen der Aufgaben des Konfigurationsmanagements, Sicherstellen des Change-Managements
    8. Durchführen der Qualitätssicherung, Erkennen und Begrenzen von Risiken
    9. Informieren von Kunden, Beteiligten und Gremien
    10. Durchführen der Abnahme mit dem Kunden
    11. Auflösen der Projektorganisation und Überführung in die Linienorganisation
    12. Durchführen einer Projektnachkalkulation, Erstellen von Abschlussberichten, Auswerten und Weitergeben der Projekterfahrung
  4. Projektmarketing
    1. Aufbereiten und Strukturieren von Sacherhalten im Hinblick auf Zielsetzung und Zielgruppen
    2. Erkennen und Berücksichtigen von Interessen und Vorstellungen der am Projekt beteiligten Gremien und Abteilungen, Informieren der beteiligten Gremien und Abteilungen
    3. Vorbereiten und Durchführen von Präsentationen, Gestalten und Formulieren einer Präsentation sowie Umgehen mit Einwänden und Störungen
    4. Moderieren bei Konflikten und Anwendung von Konfliktlösungsstrategien
    5. Darstellen und Vermarkten des Projektes im Umfeld des Kunden
Quelle: (http://www.management-qualifizierung.de

Weiterführende Artikel IT Business Manager

Artikel 1 - OP #Blog - Ist der OP das richtige für mich?
Artikel 2 - OP #Blog - Selbststudium oder Bildungsträger
Artikel 3 - OP #Blog - Warum ich OP werden wollte
Artikel 4 - OP #Blog - Was kostet die Weiterbildung
Artikel 5 - OP #Blog - Anerkennung des IT Business Manager
Artikel 6 - OP #Blog - Welche beruflichen Chancen habe ich als OP

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